Matcha in der Schwangerschaft: Wie viel ist wirklich okay?

Matcha in der Schwangerschaft: Wie viel ist wirklich okay?

Ja, du darfst Matcha in der Schwangerschaft trinken – aber in Maßen. Erfahre, wie viel Matcha-Tee unbedenklich ist, welche Vorteile er bietet und welche Alternativen es gibt.

Laura
Laura · Tee-Lexikon & Japan-Fan
Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2026 · Lesezeit ca. 6 Min.
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Laura ist unser "Tee-Lexikon" und ein echter Japan-Fan. Es gibt so gut wie keine Tee-Frage, auf die sie keine Antwort hat. In unserem Blog teilt sie dieses Wissen. Alle Beiträge ansehen →

Viele Frauen, die regelmäßig Matcha Tee trinken, fragen sich in der Schwangerschaft: Muss ich jetzt auf mein Ritual verzichten? Die kurze Antwort: Nein – aber du solltest auf die Menge achten. Matcha ist ein fein vermahlenes Pulver aus Grüntee und enthält neben Nährstoffen und Antioxidantien auch Koffein (auch Teein genannt). Deshalb lohnt es sich, den Konsum in der Schwangerschaft bewusst zu dosieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die EFSA hält bis zu 200 mg Koffein pro Tag in der Schwangerschaft für unbedenklich – DGE und WHO tragen diese Empfehlung mit.
  • Eine Schale Matcha (1–2 g Pulver) enthält rund 30–80 mg Koffein. Damit sind 1–2 Schalen pro Tag in der Schwangerschaft im sicheren Bereich.
  • Durch die Aminosäure L-Theanin wirkt Matcha oft gleichmäßiger als Kaffee – ohne den typischen schnellen Peak.
  • Hojicha ist mit nur 7–10 mg Koffein pro Tasse die koffeinärmere Alternative, ideal für abends oder bei empfindlichen Babys.
  • Zähle alle Koffeinquellen zusammen: Kaffee, schwarzer und grüner Tee, Cola und Schokolade zählen zur Tagesbilanz von 200 mg.

Wie viel Koffein ist in der Schwangerschaft erlaubt?

Koffein gelangt über die Plazenta direkt zum Baby. Da das Ungeborene Koffein noch nicht selbst abbauen kann, raten Fachgesellschaften zur Vorsicht. Laut der European Food Safety Authority (EFSA) gilt eine tägliche Obergrenze von 200 mg Koffein für Schwangere als unbedenklich.

Gut zu wissen: EFSA, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und die WHO empfehlen übereinstimmend maximal 200 mg Koffein pro Tag in der Schwangerschaft – das entspricht etwa zwei Tassen Filterkaffee.

Zur Orientierung, wie sich verschiedene Getränke einordnen (die Werte schwanken je nach Sorte und Zubereitung):

Getränk

Portion

Koffein (ca.)

Filterkaffee

200 ml

90–100 mg

Espresso

60 ml

80 mg

Schwarzer Tee

250 ml

50–60 mg

Grüntee

250 ml

20–50 mg

Matcha

1–2 g / 150 ml

30–80 mg

Hojicha

250 ml

7–10 mg

Damit wird klar: Schon zwei Schalen Matcha pro Tag liefern etwa 60–160 mg Koffein – und das liegt noch im grünen Bereich. Wichtig ist, dass Cola, Schokolade und andere koffeinhaltige Lebensmittel ebenfalls zur täglichen Menge zählen.

Schwangere Frau hält eine Schale Matcha in den Händen

Matcha oder Kaffee in der Schwangerschaft – was ist besser?

Rein von der Koffeinzahl ist eine Schale Matcha vergleichbar mit einer Tasse Kaffee. Die Wirkung fühlt sich für viele aber anders an. Grund dafür ist L-Theanin, eine Aminosäure, die im Matcha natürlich vorkommt und mit einem ausgleichenden Effekt in Verbindung gebracht wird.

Während Kaffee oft einen schnellen Energieschub mit anschließendem Tief bringt, empfinden viele die Energie aus Matcha als gleichmäßiger über mehrere Stunden. Manche Schwangere berichten, dass sie sich damit wach, aber gleichzeitig ruhig fühlen. Entscheidend für die Sicherheit ist am Ende nicht die Wahl zwischen Matcha und Kaffee, sondern die Gesamtmenge Koffein pro Tag.

Grünes Matcha-Pulver im Vergleich mit gerösteten Kaffeebohnen

Welche Nährstoffe stecken im Matcha?

Weil beim Trinken das ganze Blatt in Pulverform aufgenommen wird, landen besonders viele Bestandteile in deiner Schale:

  • Antioxidantien wie Catechine (u. a. EGCG)
  • Vitamin C und verschiedene B-Vitamine
  • Mineralstoffe wie Kalium und Eisen
  • Chlorophyll, das für die intensive grüne Farbe sorgt
Leuchtend grünes Matcha-Pulver auf einem Bambuslöffel

Diese Vielfalt macht Matcha zu einer schönen Ergänzung im Alltag – auch in der Schwangerschaft, in moderaten Mengen. Ein Hinweis: Da sehr große Mengen Grüntee die Aufnahme von Folsäure beeinflussen können, empfiehlt es sich, den Konsum maßvoll zu halten.

Wie viel Matcha in der Schwangerschaft ist okay?

Als Faustregel gilt: 1–2 Schalen Matcha pro Tag sind in der Schwangerschaft unbedenklich. Der Koffeingehalt hängt von der Pulvermenge ab – bei 1 g sind es rund 30–40 mg, bei 2 g etwa 60–80 mg.

Eine einzelne Schale am Morgen ist laut EFSA also völlig unproblematisch. Auch zwei Schalen am Tag bleiben im sicheren Bereich – vorausgesetzt, es kommen nicht noch große Mengen Kaffee oder Schwarztee dazu. Die Obergrenze von 200 mg Koffein pro Tag solltest du dabei nicht überschreiten.

💡
Lauras Tipp: Genieße deine Schale Matcha am besten vormittags. So hat dein Körper genug Zeit, das Koffein bis zum Abend abzubauen – und dein Schlaf bleibt ungestört. Für den Nachmittag oder Abend greife lieber zu Hojicha.
Cremiger Matcha Latte in einem hohen Glas

Warum das Matcha-Ritual gerade jetzt guttut

Viele Frauen lieben Matcha nicht nur wegen der Wirkung, sondern auch wegen des kleinen Rituals. Gerade in der Schwangerschaft kann es guttun, sich täglich bewusst ein paar Minuten für eine Schale zu nehmen – das strukturiert den Tag und hilft, zur Ruhe zu kommen.

Ob du Matcha pur trinkst oder als cremigen Matcha Latte genießt – wichtig ist, dass du den Moment für dich nutzt. Bewusstes Genießen macht aus der Tasse eine kleine Auszeit im oft turbulenten Alltag.

Ist Hojicha in der Schwangerschaft die bessere Wahl?

Wenn du mehr als eine Tasse möchtest, aber den Koffeingehalt im Blick behalten willst, ist Hojicha perfekt. Diese japanische Teesorte wird aus gerösteten Blättern hergestellt. Durch das Rösten sinkt der Koffeingehalt drastisch: Eine Tasse enthält nur 7–10 mg.

Geschmacklich überzeugt Hojicha mit milden, leicht nussigen Noten – manche vergleichen ihn sogar mit Kaffee oder Schokolade, nur viel sanfter. Für Schwangere ist er eine tolle Alternative, wenn du abends ein warmes Getränk möchtest, ohne dass dein Schlaf leidet.

Bio Hojicha Pulver 100g | Gerösteter "Matcha"

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Koffeinarme Alternative – ideal für nachmittags, abends und die Stillzeit.

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Darf man Matcha in der Stillzeit trinken?

Auch nach der Geburt bleibt Koffein ein Thema. Während der Stillzeit gelangt ein kleiner Teil in die Muttermilch. Fachliteratur deutet darauf hin, dass Mengen bis 200 mg pro Tag in der Regel keine negativen Auswirkungen haben. Manche Babys reagieren aber empfindlich und schlafen schlechter oder sind unruhiger.

Deshalb der Tipp: Genieße Matcha am besten morgens oder mittags, damit dein Körper das Koffein abbauen kann, bevor es am Abend in die Milch übergeht. Reagiert dein Baby empfindlich, kannst du die Menge reduzieren oder öfter zu Hojicha greifen.

Praktische Tipps für Schwangere und Mütter

Damit du Matcha während Schwangerschaft und Stillzeit entspannt genießen kannst, hier die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Qualität wählen: Setze auf hochwertigen Bio Matcha aus Japan – so trinkst du ein reines Produkt.
  • Menge im Blick behalten: Ein bis zwei Schalen pro Tag als Obergrenze.
  • Timing beachten: Am besten vormittags trinken, damit dein Schlaf nicht leidet.
  • Kombination bedenken: Kaffee, schwarzer Tee, Cola und Schokolade zählen zur Tagesbilanz.
  • Abwechslung nutzen: Hojicha ist eine wunderbare koffeinärmere Alternative.
  • Auf den Körper hören: Reagierst du nervös, reduziere die Menge.
  • Rücksprache halten: Bei Unsicherheiten sind Arzt oder Hebamme die richtige Anlaufstelle.
Frisch aufgeschlagener Matcha in einer Keramikschale mit Bambusbesen

Fazit: Matcha in der Schwangerschaft – ja, aber bewusst

Darfst du Matcha in der Schwangerschaft trinken? Ja – solange du es in Maßen tust. Ein bis zwei Schalen am Tag sind völlig im Rahmen und liefern nebenbei verschiedene Vitamine und Mineralstoffe.

Möchtest du mehr trinken oder abends nicht auf dein Tee-Ritual verzichten, ist Hojicha eine wunderbare Lösung: koffeinarm, lecker und wohltuend. Behalte die Obergrenze von 200 mg Koffein pro Tag im Blick, achte auf deinen Körper und ziehe bei Unsicherheiten medizinischen Rat hinzu – dann steht dem entspannten Genuss nichts im Weg.

Häufige Fragen

Darf ich in der Schwangerschaft Matcha trinken?

Ja, in Maßen. Ein bis zwei Schalen Matcha pro Tag (je etwa 30–80 mg Koffein) gelten als unbedenklich, solange du insgesamt unter 200 mg Koffein am Tag bleibst – so die Empfehlung der EFSA. Rechne dabei Kaffee, Tee, Cola und Schokolade mit ein.

Wie viel Koffein steckt in einer Schale Matcha?

Das hängt von der Pulvermenge ab: Bei 1 g Matcha sind es rund 30–40 mg Koffein, bei 2 g etwa 60–80 mg. Zwei Schalen am Tag liefern also ungefähr 60–160 mg – und bleiben damit unter der Obergrenze von 200 mg.

Ist Matcha oder Kaffee in der Schwangerschaft besser?

Bei ähnlichem Koffeingehalt wirkt Matcha durch die Aminosäure L-Theanin auf viele Menschen gleichmäßiger als Kaffee. Wichtiger als die Wahl zwischen beiden ist aber, die gesamte Koffeinmenge unter 200 mg pro Tag zu halten.

Darf ich Matcha in der Stillzeit trinken?

Ja. Mengen bis 200 mg Koffein pro Tag gelten in der Stillzeit in der Regel als unbedenklich. Genieße Matcha am besten morgens oder mittags. Reagiert dein Baby empfindlich, reduziere die Menge oder wechsle zu koffeinarmem Hojicha.

Was ist eine koffeinarme Alternative zu Matcha?

Hojicha ist die naheliegende Wahl: Der geröstete Grüntee enthält nur etwa 7–10 mg Koffein pro Tasse und schmeckt mild-nussig. Damit eignet er sich gut für den Nachmittag, den Abend oder bei empfindlichen Babys.

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