Bio-Hojicha: Gerösteter Grüntee aus Japan

Bio-Hojicha: Gerösteter Grüntee aus Japan

Bio-Hojicha – gerösteter japanischer Grüntee mit nussigem Aroma & wenig Koffein. Ideal als Latte, für abends oder zum bewussten Genießen.

Laura
Laura · Tee-Lexikon & Japan-Fan
Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2026 · Lesezeit ca. 6 Min.
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Laura ist unser "Tee-Lexikon" und ein echter Japan-Fan. Es gibt so gut wie keine Tee-Frage, auf die sie keine Antwort hat. In unserem Blog teilt sie dieses Wissen. Alle Beiträge ansehen →

Wenn du japanischen Grüntee magst, aber abends nicht auf Koffein reagieren willst, ist Hojicha deine Antwort: ein gerösteter Grüntee aus Japan mit warmem, nussig-röstigem Aroma und sehr wenig Koffein. Diese Kaufberatung zeigt dir, was Hojicha ausmacht, worauf du beim Kauf achtest und wie du ihn als Tee oder Latte zubereitest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Was es ist: Hojicha (ほうじ茶, „gerösteter Tee") ist japanischer Grüntee – meist Bancha oder Kukicha – der bei rund 150–200 °C in Trommelröstern geröstet wird.
  • Geschmack: warm, nussig, mit Noten von Haselnuss, Karamell und Kakao statt der grasigen Herbe klassischer Grüntees.
  • Koffein: mit etwa 7–20 mg pro Tasse einer der koffeinärmsten echten Tees – zum Vergleich enthält Matcha rund 60–70 mg, Kaffee 95–200 mg.
  • Zwei Röstgrade: Light Roast (mild, süßlich) und Classic/Dark Roast (kräftig, schokoladig) – bei KĀRU je als Bio-Pulver im 100-g-Beutel.
  • Zubereitung: wird wie Matcha aufgeschlagen; ideal pur, als Latte oder zum Backen.
Braunes Hojicha-Pulver auf einem Holzlöffel

Was ist Hojicha?

Hojicha (japanisch ほうじ茶, wörtlich „gerösteter Tee") ist ein gerösteter Grüntee aus Japan, der sich durch seine besondere Verarbeitung von anderen Grüntees unterscheidet. Statt wie üblich nach dem Dämpfen nur getrocknet zu werden, werden die Teeblätter – häufig Bancha (spät geerntete Blätter) oder Kukicha (Stängel- und Zweigtee) – in einem späteren Schritt bei hoher Temperatur in Trommelröstern geröstet.

Dabei verändert sich nicht nur die Farbe von Grün zu einem warmen Rotbraun, sondern auch das Aroma: Die herben, grasigen Noten weichen einem milden, nussig-röstigen Charakter mit einem Hauch Rauch. Hojicha ist sowohl als loser Tee zum Aufgießen als auch in gemahlener Pulverform erhältlich – Letztere lässt sich wie Matcha aufschlagen und ist damit besonders vielseitig.

Gut zu wissen: Der Name verrät die Methode – „hoji" (焙じ) bedeutet rösten. Genau dieser Röstschritt unterscheidet Hojicha von jedem anderen japanischen Grüntee, die sonst gedämpft und ungeröstet bleiben.
Japanisches Grüntee-Feld, aus dessen späten Blättern Hojicha geröstet wird

Woher kommt Hojicha?

Entstanden ist Hojicha in den 1920er-Jahren in Kyoto, als ein Teehändler versuchte, übrig gebliebene Blätter und Stängel durch Rösten aufzuwerten. Die Idee war ein Volltreffer: Hojicha wurde schnell populär – gerade bei Kindern, älteren Menschen und allen, denen klassischer Grüntee zu bitter war.

Heute ist Hojicha in Japan ein Alltagsklassiker, der oft nach dem Essen und am Abend getrunken wird, und erlebt weltweit einen Aufschwung. So stießen auch unsere Gründer Jan und Simon zum ersten Mal auf Hojicha – in einer kleinen Eisdiele in Shizuoka, die Hojicha-Eis als sanft geröstete Alternative zum Schoko-Eis anbot.

Wie schmeckt Hojicha?

Hojicha begeistert mit einem Aroma, das man von Grüntee so nicht erwartet: warm, weich, nussig. Durch das Rösten – eine sogenannte Maillard-Reaktion, dieselbe, die auch Kaffee und geröstetem Brot ihr Aroma gibt – verwandeln sich die typisch grasigen Noten in ein rundes, erdiges Profil mit Anklängen von Haselnuss, Karamell, Kakao und leichtem Rauch.

Die Bitterstoffe treten dabei angenehm in den Hintergrund. Was bleibt, ist ein sanfter, fast beruhigender Geschmack, der ein bisschen an Kaffee erinnert, dabei aber vollkommen unaufgeregt wirkt.

Cremiger Hojicha Latte mit rotbrauner Färbung im Glas

Wie viel Koffein hat Hojicha?

Ein echter Vorteil von Hojicha ist sein besonders niedriger Koffeingehalt. Eine Tasse enthält im Schnitt nur etwa 7–20 mg Koffein – zum Vergleich: Matcha liegt bei rund 60–70 mg pro Portion, eine Tasse Kaffee bei 95–200 mg.

Dafür gibt es zwei Gründe. Erstens die Blätter: Bancha und Kukicha werden spät geerntet und enthalten von Natur aus weniger Koffein als die jungen Blätter für Matcha oder Gyokuro. Zweitens die Röstung: Bei rund 150–200 °C liegt die Temperatur über dem Sublimationspunkt von Koffein (ca. 178 °C), sodass ein Teil beim Rösten entweicht.

Gleichzeitig enthält Hojicha die Aminosäure L-Theanin, die Studien mit einer ausgleichenden, entspannenden Wirkung in Verbindung bringen. Das macht Hojicha zu einem angenehmen Begleiter für ruhige Momente – zu jeder Tageszeit.

Für koffeinsensible Momente: Der geringe Koffeingehalt macht Hojicha beliebt für den Abend. „Wenig Koffein" heißt aber nicht „koffeinfrei" – in der Schwangerschaft oder bei Schlafproblemen zählt jede Koffeinquelle mit; im Zweifel ärztlichen Rat einholen.

Welchen Röstgrad solltest du wählen?

Hojicha gibt es in verschiedenen Röstgraden – der wichtigste Unterschied beim Kauf. Beide unten lassen sich als feines Pulver für Tee, Latte oder Rezepte verarbeiten:

Röstung

Geschmack

Ideal für

Light Roast

Sanft, ausgewogen, süßliche Nuss- und Schokoladennoten

Einsteiger, mildes Tee-Erlebnis, pur genießen

Classic / Dark Roast

Kräftig, tief, ausgeprägter Röstcharakter nach dunklem Kakao und geröstetem Holz

Hojicha Latte, koffeinarmer Kaffee-Ersatz

Unsicher, wo du anfangen sollst? Für den Einstieg pur ist die helle Röstung die sanftere Wahl; wer Hojicha vor allem als Latte trinkt, greift zur kräftigen Röstung, die sich gegen die Milch durchsetzt.

Getrocknete, rotbraun geröstete Hojicha-Teeblätter

Wie bereitet man Hojicha zu?

Die Zubereitung ist unkompliziert und vielseitig – ob klassisch als Tee oder kreativ in der Küche:

1
Klassisch als Tee

1 TL Hojicha-Pulver mit ca. 150 ml heißem Wasser (80–90 °C) übergießen und mit einem Chasen (Bambusbesen) aufschlagen, bis sich das Pulver gelöst hat.

2
Als Hojicha Latte

1 TL Pulver mit ca. 50 ml heißem Wasser anrühren, dann mit aufgeschäumter (Pflanzen-)Milch auffüllen. Bei Bedarf mit Ahornsirup süßen.

3
In der Küche

Als Pulver in Keksen, Kuchen, Eis, Smoothies oder Porridge – die röstig-karamellige Note gibt Tiefe. Beliebt: Hojicha-Tiramisu oder -Scones.

💡
Lauras Tipp: Hafermilch harmoniert besonders schön mit Hojicha – ihre milde Eigensüße unterstreicht die Röstnoten, statt mit ihnen zu konkurrieren. Welche Milch sich sonst für Latte eignet, liest du in unserem Milch-Vergleich.
Fertig zubereiteter Hojicha Latte mit Milchschaum von oben
Bio Hojicha Pulver 100g | Gerösteter "Matcha"

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Bio-Hojicha aus Japan – als Light Roast (mild) oder Classic Roast (kräftig), 100 g...

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🍁 Rezept: Hojicha Latte mit Cinnamon-Maple Cold Foam

Unser Lieblings-Rezept für den Abend – röstig, cremig und mit einer Wolke aus Zimt-Ahorn-Schaum:

Schäume ca. 180 ml Milch(-alternative) mit ½ TL Zimt und einem Schuss Ahornsirup auf und gib sie in ein Glas. Bereite den Hojicha wie Matcha zu – ca. 2 g auf 60 ml Wasser aufschlagen – und fülle damit auf. Für das optionale Topping etwas Sahne mit einer Prise Zimt und einem Spritzer Sirup aufschlagen; sie schwebt dann wie eine Wolke über dem Latte. Zum Schluss mit Zimt bestäuben.

Fazit: Für wen lohnt sich Hojicha?

Hojicha ist die richtige Wahl, wenn du den Geschmack von japanischem Grüntee schätzt, aber wenig Koffein möchtest – mild, röstig und vielseitig. Für den puren Genuss wählst du die helle Röstung, für Latte die kräftige. Kurz: ein neuer Klassiker, der sich mühelos in deinen Alltag einfügt.

Häufige Fragen

Hat Hojicha Koffein?

Ja, aber sehr wenig. Eine Tasse Hojicha enthält im Schnitt etwa 7–20 mg Koffein. Zum Vergleich: Matcha liegt bei rund 60–70 mg pro Portion, Kaffee bei 95–200 mg. Der niedrige Wert entsteht durch spät geerntete Blätter (Bancha, Kukicha) und die Röstung bei rund 150–200 °C, bei der ein Teil des Koffeins entweicht.

Wie schmeckt Hojicha?

Hojicha schmeckt warm, weich und nussig – mit Noten von Haselnuss, Karamell, Kakao und leichtem Rauch. Durch das Rösten treten die grasigen, herben Noten klassischer Grüntees zurück. Übrig bleibt ein sanftes, fast beruhigendes Aroma, das entfernt an Kaffee erinnert, aber deutlich milder ist.

Welcher Hojicha-Röstgrad ist der richtige für mich?

Die helle Röstung (Light Roast) ist mild und leicht süßlich – ideal für Einsteiger und zum puren Genuss. Die kräftige Röstung (Classic bzw. Dark Roast) schmeckt tief und schokoladig und setzt sich gut gegen Milch durch, also die bessere Wahl für Hojicha Latte oder als koffeinarmer Kaffee-Ersatz.

Wie bereitet man Hojicha zu?

Als Tee: 1 TL Hojicha-Pulver mit ca. 150 ml Wasser (80–90 °C) übergießen und mit einem Bambusbesen (Chasen) aufschlagen. Als Latte: 1 TL Pulver mit ca. 50 ml heißem Wasser anrühren und mit aufgeschäumter (Pflanzen-)Milch auffüllen, bei Bedarf mit Ahornsirup süßen. Loser Hojicha wird stattdessen aufgegossen.

Ist Hojicha in der Schwangerschaft geeignet?

Hojicha ist mit rund 7–20 mg Koffein pro Tasse einer der koffeinärmsten echten Tees und wird deshalb häufig als sanfte Alternative gewählt. „Wenig Koffein“ heißt aber nicht „koffeinfrei“: In der Schwangerschaft zählt jede Koffeinquelle mit. Kläre deine persönliche Menge am besten mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.

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