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Kalter Matcha - So geht's

Drei kalte Alternativen für den Matcha Genuss an heißen Sommertagen. Bereitet euch einen Iced Matcha Latte, eine Matcha Nice Cream oder eine Matcha-Limetten-Limonade mit unserem Matcha Basic Line zu.
Laura
Laura · Tee-Lexikon & Japan-Fan
Zuletzt aktualisiert: 27. Juli 2026 · Lesezeit ca. 4 Min.
✓ Mit Quellen geprüft

Laura ist unser "Tee-Lexikon" und ein echter Japan-Fan. Es gibt so gut wie keine Tee-Frage, auf die sie keine Antwort hat. In unserem Blog teilt sie dieses Wissen. Alle Beiträge ansehen →

Kalter Matcha ist an heißen Tagen die erfrischende Art, dein grünes Teepulver zu genießen – ohne auf den sanften Koffein-Kick zu verzichten. Mit kaltem statt heißem Wasser bleibt der Geschmack milder und weniger bitter. Wir zeigen dir drei kalte Zubereitungen: Iced Matcha Latte, Matcha Nice Cream und eine Matcha-Limetten-Limonade.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kalter Matcha schmeckt milder und weniger bitter, weil kaltes Wasser deutlich weniger Catechine (die bitteren Gerbstoffe) aus dem Pulver löst als heißes.
  • Zum Anrühren immer erst eine Paste aus Pulver und wenig Wasser schlagen, dann auffüllen – so klumpt der Matcha im kalten Getränk nicht.
  • Iced Matcha Latte: 1 gehäufter Bambuslöffel (ca. 2 g) Matcha, 30–50 ml kaltes Wasser zur Paste, dann 100 ml Wasser aufschlagen und über 50–100 ml kalte Milch gießen.
  • Matcha Nice Cream: 3 gefrorene Bananen mit 2 TL Matcha mixen – eine cremige Eisalternative ganz ohne Zucker.
  • Für vollen Geschmack ohne Verwässern Matcha-Eiswürfel vorfrieren statt normaler Eiswürfel.

Warum schmeckt kalter Matcha milder als heißer?

Der Geschmack von Matcha hängt stark von der Wassertemperatur ab. Heißes Wasser löst mehr Catechine – die Gerbstoffe, die für die herbe, leicht bittere Note sorgen. Kaltes Wasser extrahiert diese Bitterstoffe langsamer, während die süßlich-umami Aminosäuren wie L-Theanin erhalten bleiben.

Das Ergebnis: Kalt zubereiteter Matcha wirkt runder, süßlicher und weniger adstringierend. Gerade an heißen Tagen ist das angenehm – und ideal für Einsteiger, die den Tee zunächst mild mögen.

Tipp: Je hochwertiger und feiner vermahlen der Matcha, desto besser löst er sich auch im kalten Wasser. Ein intensiver, fruchtiger Matcha setzt sich in Milch und Limonade geschmacklich klar durch.

Wie bereitest du einen Iced Matcha Latte zu?

Der Iced Matcha Latte ist die cremige Klassiker-Variante für heiße Tage. Wichtig ist die Reihenfolge: erst eine glatte Paste anrühren, damit sich später keine Klümpchen bilden.

1
Paste anrühren

1 gehäuften Bambuslöffel Matcha (ca. 2 g) mit 30–50 ml kaltem Wasser in einer Schale glatt rühren.

2
Aufschlagen

100 ml kaltes Wasser zugeben und mit dem Bambusbesen (Chasen) schaumig schlagen.

3
Über Milch gießen

50–100 ml kalte Milch oder Hafermilch ins Glas füllen, den Matcha dazugeben.

4
Kühlen & süßen

Eiswürfel dazu, nach Geschmack mit Honig oder Agavendicksaft süßen.

Cremiger Iced Matcha Latte im Glas mit Eiswürfeln, kalt zubereitet

💡
Lauras Tipp: Friere fertig angerührten Matcha als Eiswürfel ein. So bleibt dein Iced Latte auch beim Schmelzen intensiv im Geschmack, statt zu verwässern.

Welche Milch am besten zu deinem Matcha Latte passt – von Hafer bis Kuhmilch – erfährst du in unserem großen Milch-Vergleich.

Wie machst du Matcha Nice Cream ohne Eismaschine?

Nice Cream ist eine cremige Eisalternative allein aus gefrorenen Bananen – ganz ohne zugesetzten Zucker oder Eismaschine. Mit Matcha bekommt sie eine frische, leicht herbe Note.

1
Bananen einfrieren

3 reife Bananen in Stücke schneiden und mindestens 4 Stunden (am besten über Nacht) einfrieren.

2
Mixen

Die gefrorenen Stücke im Mixer zerkleinern, optional etwas Kokosmilch oder Kokos-Joghurt für mehr Cremigkeit.

3
Matcha unterrühren

2 TL Matcha und nach Wunsch etwas Honig zugeben, bis die Konsistenz cremig ist.

4
Toppen

Mit frischen Beeren, Nüssen oder Kokosflocken garnieren und sofort genießen.

Grüne Matcha Nice Cream aus gefrorenen Bananen mit Toppings in einer Schale

Wie gelingt eine Matcha-Limetten-Limonade?

Die spritzigste der drei Varianten: perfekt zum Mitnehmen an den Badesee. Durch die Limette wird der Matcha besonders frisch und erfrischend.

Du brauchst 1 gestrichenen Teelöffel Matcha, den Saft von 2 Limetten samt einigen Limettenscheiben, 500 ml Mineralwasser, frische Minze und Eiswürfel. Wer es süßer mag, gibt Honig oder Agavendicksaft dazu. Alle Zutaten außer Eiswürfeln und Minze im Shaker oder Mixer kräftig vermengen, dann über Eis servieren.

Erfrischende Matcha-Limetten-Limonade mit Minze und Limettenscheiben im Glas

Gut zu wissen: Friere Minzblätter zusammen mit etwas Matcha direkt in die Eiswürfel ein – ein Hingucker im Glas, der zugleich für zusätzliche Frische sorgt.

Womit lässt sich kalter Matcha kombinieren?

Nicht nur Matcha lässt sich kalt genießen: Auch klassischer Blatt-Grüntee schmeckt kalt aufgegossen sehr aromatisch. Besonders Sencha und Gyokuro entfalten kalt eine feine Süße. Wie das im Detail funktioniert, zeigen wir dir im Beitrag zum kalt zubereiteten Grüntee.

Für die warme Variante an regnerischen Tagen findest du alles in unserer Anleitung zur klassischen Matcha-Zubereitung.

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Fazit

Kalter Matcha ist unkompliziert, erfrischend und schmeckt dank kaltem Wasser besonders mild. Ob cremiger Iced Latte, bananige Nice Cream oder spritzige Limonade – mit einem intensiven, gut löslichen Matcha gelingen alle drei Varianten. Probiere sie aus und finde deinen Favoriten für heiße Tage.

Häufige Fragen

Schmeckt kalter Matcha anders als heißer?

Ja. Kaltes Wasser löst weniger Catechine (Gerbstoffe) aus dem Pulver, deshalb schmeckt kalter Matcha milder, süßlicher und weniger bitter als heiß zubereiteter. Die umami- und aminosäurebetonten Noten wie L-Theanin bleiben dabei erhalten.

Warum klumpt mein kalter Matcha und wie verhindere ich das?

In kaltem Wasser löst sich Matcha schlechter und neigt zum Klumpen. Rühre das Pulver deshalb zuerst mit nur 30–50 ml Wasser zu einer glatten Paste und fülle erst danach mit mehr Wasser oder Milch auf. Ein Bambusbesen (Chasen) oder ein Shaker sorgt zusätzlich für eine klumpenfreie, schaumige Konsistenz.

Welcher Matcha eignet sich am besten für kalte Getränke?

Für Iced Latte, Limonade und Smoothies eignet sich ein intensiver, fruchtiger Matcha, der sich geschmacklich auch gegen Milch und Frucht durchsetzt – zum Beispiel der Bio Matcha Itsutsu. Wichtig ist eine feine Vermahlung, damit sich das Pulver auch in kaltem Wasser gut löst.

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