Yoga Tipps für Anfänger

Yoga Tipps für Anfänger

Matcha und Sport, insbesondere Yoga, passen perfekt zueinander. Zusammen mit Sara Lyn haben wir drei Yoga Übungen gesammelt, mit denen der Einstieg besonders leicht fällt.
Laura
Laura · Tee-Lexikon & Japan-Fan
Zuletzt aktualisiert: 24. Juli 2026 · Lesezeit ca. 4 Min.
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Laura ist unser "Tee-Lexikon" und ein echter Japan-Fan. Es gibt so gut wie keine Tee-Frage, auf die sie keine Antwort hat. In unserem Blog teilt sie dieses Wissen. Alle Beiträge ansehen →

Yoga Tipps für Anfänger drehen sich selten um komplizierte Haltungen – sondern um Atem, Regelmäßigkeit und drei Übungen, die du dir schnell merkst. Zusammen mit der zertifizierten Yogalehrerin Sara Lyn (@saralyn.yoga) haben wir den Einstieg auf das Wesentliche eingedampft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Drei Übungen reichen für den Einstieg: Sethu Bandasana (Schulterbrücke), Anjaneyasana (tiefer Ausfallschritt) und Virabhadrasana II (zweiter Krieger).
  • Drei Einheiten pro Woche à 15–20 Minuten bringen Anfängern mehr als eine einzelne lange Stunde am Wochenende.
  • Für den Start genügen eine rutschfeste Matte und bequeme Kleidung – ein gefaltetes Handtuch ersetzt anfangs den Yoga-Block.
  • Der Atem ist das Steuerrad: Wer die Ausatmung länger macht als die Einatmung, bleibt in fordernden Haltungen ruhiger.
  • Eine Portion Matcha (2 g Pulver) enthält je nach Sorte etwa 40–70 mg Koffein, kombiniert mit der Aminosäure L-Theanin.

Welche Yoga Übungen eignen sich für Anfänger?

Sara Lyn empfiehlt für den Einstieg drei Haltungen, die zusammen den ganzen Körper abdecken: Rückseite, Hüfte und Standstabilität. Sie sind ohne Vorkenntnisse durchführbar und lassen sich in jeder Wohnung üben.

Alle drei stammen aus dem Hatha Yoga, der ruhigen und haltungsorientierten Grundform. Die Fotos zeigen sie in korrekter Ausführung – sie stammen aus dem Buch Hatha Yoga von Martina Mittag (Meyer & Meyer, 2018).

Sethu Bandasana – die Schulterbrücke

Yoga Übung Sethu Bandasana: Schulterbrücke in Rückenlage mit angehobenem Becken
  • Kräftigt Schultern, Rücken sowie Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur
  • Öffnet den Brustkorb
  • Eignet sich nach einem langen Tag am Schreibtisch oder als geöffneter Start in den Morgen

Anjaneyasana – tiefer Ausfallschritt

Yoga Übung Anjaneyasana: tiefer Ausfallschritt mit abgelegtem hinterem Knie
  • Dehnt Leisten- und Hüftmuskulatur
  • Öffnet Bauch- und Beckenbereich
  • Hilft langfristig, Beschwerden im unteren Rücken vorzubeugen

Virabhadrasana II – der zweite Krieger

Yoga Übung Virabhadrasana II: zweiter Krieger im Stand mit seitlich ausgestreckten Armen
  • Stärkt Knöchel, Beine, Rücken, Schultern und Arme
  • Öffnet Hüfte und Becken
  • Verbessert Körperhaltung und einen stabilen Stand
Gut zu wissen: Die Sanskrit-Namen folgen einem Muster – die Endung -asana bedeutet schlicht „Sitz" oder „Haltung". Vira heißt Held, bhadra gut oder glückverheißend: Virabhadrasana ist wörtlich die Haltung des guten Helden.

Wie oft und wie lange sollten Anfänger üben?

Regelmäßigkeit schlägt Dauer. Drei Einheiten pro Woche à 15 bis 20 Minuten bauen Bewegungsmuster verlässlicher auf als eine einzelne 90-Minuten-Stunde am Wochenende, weil der Körper über Wiederholung lernt.

Praktisch heißt das: lieber morgens zehn Minuten Schulterbrücke und Ausfallschritt als ein perfekt geplanter Termin, der regelmäßig ausfällt. Steigere die Dauer erst, wenn die drei Haltungen sich vertraut anfühlen.

1
Ankommen

2 Minuten sitzen, Atem beobachten, nichts korrigieren.

2
Üben

Die drei Haltungen je 5 Atemzüge, zwei Durchgänge.

3
Nachspüren

2 Minuten Rückenlage, Beine lang, Augen geschlossen.

Worauf kommt es beim Atem an?

Der Atem entscheidet darüber, ob eine Haltung anstrengend oder tragfähig wirkt. Sara Lyn beschreibt Yoga als den Weg der Mitte – das richtige Maß zwischen Anstrengung und Entspannung. Ein tiefer Atem hilft dabei, präsent zu bleiben.

Ein konkreter Anhaltspunkt: Atme vier Sekunden ein und sechs Sekunden aus. Sobald du in einer Haltung die Luft anhältst, ist sie zu fordernd – geh eine Stufe zurück, statt sie durchzuhalten.

💡
Lauras Tipp: Nimm dir die Matte am Vorabend heraus und leg sie ausgerollt hin. Diese eine Sekunde Vorbereitung entscheidet bei den meisten Anfängern darüber, ob morgens tatsächlich geübt wird.

Wie passen Matcha und Yoga zusammen?

Beides folgt derselben Logik: konzentriert, aber ohne Hektik. Wir haben das ausführlich in unserem Beitrag zu Sport und Matcha beschrieben.

Der Grund liegt in der Zusammensetzung. Matcha liefert Koffein gemeinsam mit der Aminosäure L-Theanin, die fast ausschließlich in der Teepflanze Camellia sinensis vorkommt. In einer doppelblinden Studie von Giesbrecht et al. (2010, Nutritional Neuroscience) verbesserte die Kombination aus 97 mg L-Theanin und 40 mg Koffein bei 44 jungen Erwachsenen die Genauigkeit beim Aufgabenwechsel und die selbst eingeschätzte Wachheit. Studien deuten also darauf hin, dass diese Kombination anders wirkt als Koffein allein.

Getränk

Koffein pro Portion

Besonderheit

Matcha (2 g)

ca. 40–70 mg

Mit L-Theanin: Das ganze Blatt wird als Pulver getrunken – Koffein und Aminosäure wirken zusammen

Filterkaffee (200 ml)

ca. 80–100 mg

Ohne L-Theanin: Das Koffein wirkt allein und dadurch für viele direkter

Loser Grüntee (Aufguss)

ca. 20–30 mg

Nur der Aufguss: Das Blatt bleibt in der Kanne – entsprechend weniger Koffein pro Tasse

Zeitlich passt eine Schale etwa 30 Minuten vor der Praxis: Das Koffein wirkt, ohne dass ein voller Magen bei Vorbeugen stört. Wer abends übt, verzichtet besser darauf.

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Fazit

Drei Haltungen, drei kurze Einheiten pro Woche, ein ruhiger Atem – mehr braucht der Einstieg nicht. Ausführlichere Beschreibungen und weitere Übungen findest du auf Sara Lyns Blog unter saralyn.de.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich als Yoga-Anfänger üben?

Drei kurze Einheiten pro Woche à 15 bis 20 Minuten bringen Anfängern mehr als eine einzelne lange Stunde am Wochenende. Der Körper lernt Bewegungsmuster über Wiederholung, nicht über Dauer. Wichtig ist Regelmäßigkeit: Lieber täglich zehn Minuten Sethu Bandasana und Anjaneyasana als einmal pro Monat 90 Minuten.

Brauche ich als Yoga-Anfänger spezielle Ausrüstung?

Für den Einstieg genügen eine rutschfeste Matte und bequeme Kleidung, in der du dich frei beugen kannst. Ein zusammengerolltes Handtuch ersetzt anfangs den Yoga-Block, ein Gürtel den Gurt. Barfuß üben ist Standard, weil der Fuß im zweiten Krieger (Virabhadrasana II) Bodenkontakt und Stabilität braucht.

Wann trinke ich Matcha am besten – vor oder nach dem Yoga?

Etwa 30 Minuten vor der Praxis passt gut, weil das Koffein dann wirkt, ohne dass ein voller Magen bei Vorbeugen stört. Eine Portion von 2 g Matcha enthält je nach Sorte rund 40 bis 70 mg Koffein. Nach der Praxis ist Matcha ebenfalls stimmig – wer abends übt, sollte wegen des Koffeins allerdings eher darauf verzichten.

Was tun, wenn ich beim Yoga unbeweglich bin?

Beweglichkeit ist keine Voraussetzung für Yoga, sondern ein Ergebnis davon. Nutze Hilfsmittel: Im tiefen Ausfallschritt (Anjaneyasana) darf das hintere Knie auf einer gefalteten Decke liegen, in der Schulterbrücke (Sethu Bandasana) reicht eine handbreite Hüfthöhe völlig aus. Schmerz ist immer ein Stoppsignal, ein leichtes Ziehen dagegen normal.

Fotos aus dem Buch Hatha Yoga von Martina Mittag, erschienen 2018 bei Meyer & Meyer.

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